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Die Realschule Ravensburg auf großer Fahrt: London zwischen Lehrbuch, Selfies und Höhenangst

Die Reisegruppe vor der Towerbridge in London

Wenn eine Gruppe der Realschule Ravensburg (9.Klasse) auf Reisen geht, kann eigentlich alles passieren – und genau das ist auch passiert. Im April machte sich unsere Schule auf den Weg zur langersehnten Londonfahrt. Früh am Morgen startete der Bus Richtung Dünkirchen. Während einige noch schliefen, diskutierten andere bereits, ob man auf der Fähre seekrank wird oder wie viele Snacks man für die Überfahrt wirklich braucht.

In Dünkirchen ging es schließlich auf die Fähre nach Dover. Kaum angekommen, wartete schon das erste Highlight: die berühmten White Cliffs of Dover. Die strahlend weißen Kreidefelsen begrüßten uns wie eine Postkarte in echt – und wurden selbstverständlich sofort von Dutzenden Handykameras festgehalten.

In London angekommen, verteilten sich die Schülerinnen und Schüler auf ihre Gastfamilien. Die große Überraschung: Alle waren sich einig – die Familien waren wirklich sehr nett, und das Englisch funktionierte besser als gedacht. Manche wurden geherzt und gedrückt und entdeckten, dass „Darling“ auch ganz anders verwenden werden kann.

Das Programm in den folgenden Tagen hatte es in sich. Im beeindruckenden Natural History Museum waren da plötzlich Dinosaurier, riesige Walskelette und andere Naturwunder.

Natürlich durfte auch eine ausgedehnte Selfie-Tour nicht fehlen. Von Hyde Park über Buckingham Palace zu Big Ben und bis zu allen möglichen berühmten Ecken der Stadt – überall wurden Selfies gemacht. Sogar King Charles mit seiner Camilla erwiesen uns die Ehre und fuhren anlässlich des 100-jährigen Geburtstags von Queen Elisabeth II an uns vorbei. Wer noch nicht genug Stars gesehen hatte, traf im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud auf täuschend echte Promis.

Ein Spaziergang an der South Bank zeigte London von seiner lebendigen Seite: Straßenkünstler, Musik, Graffiti und jede Menge Menschen begegneten uns entlang der Strecke von Shakespeare’s Globe, the Shard bis hin zur Tower Bridge. Ein echtes Highlight war außerdem der Besuch des Musicals Wicked im beeindruckenden Apollo Theatre. Spätestens nach den ersten großen Songs war klar: Musical kann sogar Leute begeistern, die sonst nur ihre Playlist hören.

Auch ein Ausflug zum berühmten Windsor Castle stand auf dem Plan. Einige hielten nochmals Ausschau nach der königlichen Familie – leider dieses Mal ohne Erfolg, aber immerhin konnten wir uns vorstellen, wie es wäre, in so einem Schloss zu wohnen (Spoiler: vermutlich ziemlich praktisch für Verstecken-Spielen).

Am Camden Market wurde dann deutlich, dass London auch ein Paradies für Essen und außergewöhnliche Souvenirs ist – and very multicultural. Zwischen Street Food, Vintage-Kleidung und kuriosen Ständen fand wirklich jeder etwas.

Einige Fußballbegeisterte begaben sich auf die Spuren von Jürgen Klinsmann und besuchten das hochmoderne Tottenham Hotspur Stadium, wo nicht nur Fußball gespielt wird, sondern auch NFL-Spiele stattfinden.

Mut brauchten manche beim Blick vom Lookout – einem Aussichtspunkt im 50. Stock eines Hochhauses. Während einige begeistert die Aussicht genossen, hielten andere lieber einen sicheren Abstand zum Fenster.

Zunächst drehten einige noch eine Runde im London Eye, bevor uns ein weiterer Programmpunkt nach Greenwich führte – ein Ort, den viele bisher nur aus dem Schulbuch kannten. Dort verläuft der berühmte Nullmeridian, also die Linie, die Ost- und Westhalbkugel trennt.

Zum Abschluss wagte sich die Gruppe noch auf einen besonderen Spaziergang: Gleich hinter der Cutty Sark geht es runter in den Greenwich Foot Tunnel – einem Tunnel unter der Themse. Obwohl es immer wieder von der Decke tropfte, kamen wir trocken am anderen Ende des Tunnels an – ein bisschen Nervenkitzel muss ja schließlich auch sein.

Nach einigen Tagen voller Eindrücke, vielen gelaufenen Kilometern und vermutlich tausenden Fotos ging es leider schon wieder zurück. Eines steht fest: Die Londonfahrt wird allen noch lange in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen der Sehenswürdigkeiten, sondern auch wegen der vielen gemeinsamen Erlebnisse.

We will definitely come back – see you soon, London!

Text & Bild: Ruess/ Schäfer

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